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Nordfriesische Insel- und Halligwelt

Hallig Südfall  Nordstrand, kleine Insel am Wattenmeer. Einmal um´s Gebüsch führt uns ein schmaler Weg nach „Westen“. In den Gesichtern meiner Gäste sehe ich eine gewisse Aufregung. Wir wollen mit der Kutsche direkt durch´s Wattenmeer, natürlich bei Ebbe auf die Hallig Südfall. Um 10 Uhr lässt der Wasserstand unser Vorhaben zu. Wir richten uns nach der Natur. Ebbe und Flut gibt die Abfahrtzeit vor. Wir sind die 50 Personen, die auf der Hallig täglich begrüßt werden dürfen. Und schon kommen Sie an, die drei Wattwagen. Norweger-Pferde sind davor gespannt. Sie kennen den Weg durch´s Watt. Schnell waren alle Plätze verteilt und schon geht’s los. Ungefähr 1,5 Stunden sind wir dem Watt ausgesetzt. Um die Nase bläst uns ein kräftiger Sommerwind. Die Pferde gehen fleißig voran, mal im Schritt, mal im Trab. Fotografieren ist schwierig. Der Wind weht so manche Mütze ins Watt. Von weitem taucht Sie dann vor uns auf, die Hallig Südfall. Drumherum ist der zart lila blühende Strandflieder zu bewundern. Bei der guten Salzluft kann man gut durchatmen. Wir kommen der Hallig näher. Bald werden wir mit einem lauten Blöken der Schafe begrüßt. Wie ein Fels in der Brandung steht sie da, die Gunda Erichsen. Freudig und im luftigen Kleid begrüßt sie uns. Die Hallig ist klein, ein Spaziergang ist schnell absolviert. Am Horizont sind die Fähren nach Pellworm zu beobachten. Gunda und ihr Mann Gunna bereiten friesische Gerichte für ihre Gäste. Der Apfelkuchen ist noch warm und duftet aus der Küche über die Hallig. Gunna macht den besten Pharisäer, mit einer ordentlichen Sahnehaube obendrauf. Der Wind nahm zu und man musste acht geben, dass sie nicht vom Winde verweht wird. Ein ordentlicher Schuss Rum ist auch drin. Nach dem alle Besucher versorgt sind, nimmt sich Gunda Zeit und erzählt aus ihrem Halligleben. Gespannt lauschen alle Gundas Erzählungen. Plötzlich erklingt das Horn und wir müssen los. Bevor die Flut kommt, sollten wir wieder in „Westen“ sein. Das Wetter hält, gelegentlich scheint die Sonne. In den Gesichtern meiner Gäste kann ich nun Entspannung ablesen. Ich weiß allerdings nicht, womit es zu tun hat. Weil wir unversehrt wieder angekommen sind oder an den Wirkungen der Pharisäers? Das Wetter soll in den nächsten Tagen schlechter werden, deshalb nehmen wir uns Zeit auf Nordstrand und beobachten die aufkommende Flut.

Panoramarundfahrt Husum und Eidersperrwerk Der Regen begleitet uns schon bei der Abfahrt. Es ist stürmisch. Nordfriesisches Wetter eben. Wir fahren trotzdem zum Deich. Oben auf der Deichkrone blicken wir nach Nordstrandischmoor. Es stürmt. Einige halten sich an einander fest. Hinter dem Deich läßt es sich gut aushalten. Die Lorenbahn zieht an uns vorüber und verschwindet langsam im Nebel des Regens am Horizont. Die Luft ist warm und feucht. Wir bestaunen die raue Nordsee, die faszinierenden Wellen. Wir stellen uns mutig der rauen Natur. Weiter geht es gut gelaunt nach Husum. Theodor Storm lässt grüßen. Wir verbringen die Zeit individuell, jeder nach seinem Geschmack. Husum ist eine lebendige Stadt. Plötzlich regnet es in Strömen. Wir fahren nachmittags zum Eidersperrwerk. Mächtiger Wind weht uns durch die Haare. Der Regen verzog sich. Das Eidersperrwerk war geöffnet und ließ das Wasser mit mächtigem Wellenrauschen in die Eider strömen. Oben auf dem Eidersperrwerk bließ der Wind so stark, dass man sich gut fest halten musste. Gelegentlich wärmten uns die Sonnenstrahlen. Die Möwen umkreisen die Fischbrötchen der Besucher.

Insel Amrum Wir nehmen Kurs auf die Insel Amrum. Ab Dagebüll bringt uns die Fähre nach Wittdün. Wir haben bestes Sommerwetter, trotz schlechter Vorhersage. Paula, ein Doppeldeckerbus, schuckelt uns über die Inseldörfer. An uns vorbei zogen Postkartenpanoramen mit reetgedeckten Häusern, Gärten mit zart rosa blühenden Rosen und Hortensien mit prachtvollen Blüten in blau, dunkelrot und altrosa. Und immer im Hintergrund die Weite der Nordsee. Leichter Sommerwind begleitet uns bei einem Spaziergang auf dem Panoramaweg. Die Sonne wärmt, wir sitzen geschützt hinter dem Deich. Leichtes Gewölk am Himmel. Am Horizont blickt man auf die Halligen und Inseln. Bald kommt die Fähre.